Die Liebe ist eines der größten Rätsel der Menschheit. Seit Jahrtausenden fragen wir uns, warum wir uns in ganz bestimmte Personen verlieben, wie die Liebe genau funktioniert und manchmal auch, wozu sie eigentlich gut ist.
Wissenschaftler gehen dieser Frage schon sehr lange nach und meinen auch Antworten gefunden zu haben. Für alle Romantiker unter euch wird dieser Blog ein ziemlich ernüchterndes Erlebnis sein. Aber vielleicht helfen uns die einen oder anderen Erkenntnisse der Forscher uns, unsere Gefühle, unseren Partner und natürlich die Liebe besser zu verstehen.
Durch neue medizinische Möglichkeiten sind wir in der Lage, unser Gehirn genau unter die Lupe zu nehmen. Um die Liebe zu ergründen, haben Forscher verliebte Probanden in dem sogenannten funktionellen Magnetresonanztomograf (MRT) geschoben und ihr Hirn analysiert. Dieses Gerät ist in der Lage, aktivierte Strukturen innerhalb des Gehirns räumlich darzustellen. Auf diese Weise konnten Forscher die Gehirnaktivitäten Verliebter genau unter die Lupe nehmen. Dabei ließ sich feststellen, dass die Liebe kein eigenständiges Gefühl ist, das man mit diesem Gerät beobachten kann. Die Liebe ist eher ein Teil eines neuronalen Belohnungssystems, das sich auf das Planen und Verfolgen von Wünschen oder Bedürfnissen richtet.
Viele Dinge, die ein verliebter Mensch macht, würde man normalerweise nicht tun. Sich einem relativ Fremden anzuvertrauen oder hinzugeben wäre in einer normalen Situation für die meisten Menschen völlig undenkbar. Deshalb ist es nicht ganz falsch, wenn der Volksmund behauptet „Liebe macht blind“ oder „Liebe ist eine Krankheit, die man haben will“. Um die Zurückhaltung gegenüber Fremden zu verlieren ist der Zustand dieser „zeitlich begrenzten Verrücktheit“ durchaus wichtig! Man könnte also sagen, wenn man seine fünf Sinne beisammen hat, ist es eigentlich ziemlich schwer, sich zu verlieben. Wissenschaftlich gesehen bedeutet das, dass die Hirnregionen, die normalerweise unsere angeborene Zurückhaltung steuern, bei Verliebten auffällig ruhig sind.
Bei den ganzen Fakten, die wir über die Jahre über die Liebe zusammengetragen haben, ist natürlich die Frage nach dem WARUM begründet. Diese Frage muss natürlich in erster Linie jeder für sich selbst beantworten, aber vielleicht helfen uns die Erkenntnisse ja bei der Suche nach der Liebe und bei der Aufrechterhaltung dieses wunderbaren Gefühls.
Bei der Erforschung der Liebe gibt es natürlich auch immer wieder Experimente, die skurrile Tatsachen hervorbringen. (auch bei Partnerschaften und Singles in Bayern)
So fand man zum Beispiel heraus, dass Frauen, die beim Flirten viel erzählen, weniger Erfolg haben als Frauen, die auch mal zuhören. Ebenfalls hat sich während der Fußballweltmeisterschaft 1994 bestätigt, was Frauen schon lange ahnten: Männer lieben Fußball! Wenn die Lieblingsmannschaft gewonnen hat, stieg der Testosteronspiegel enorm. So erleben Fans einer erfolgreichen Mannschaft also wahre Höhenflüge.
Die Wissenschaft hat mittlerweile viel über die Liebe zu Tage gefördert. Die Faszination an diesem Gefühl konnte das jedoch nicht mindern. Denn wen interessiert schon irgendeine Studie, wenn man vor lauter Schmetterlingen im Bauch kaum geradeaus denken kann…Also auf zur Partnersuche!